der Auf- sTand der Dinge

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Ist denn der Auf -sTand der Dinge schon längst passiert?

Durch die Änderung ihrer Produktion hin zu immer komplexeren Produktionsstrukturen scheinen Güter unseres täglichen Gebrauchs bereits wie von Zauberhand hergestellt zu werden. Durch das zunehmende Verschwinden von kleinen und örtlichen Produktionsformen, in welchen Konsumierende einst noch direkten Einfluss auf die Entstehung dieser Erzeugnisse hatten, geschehen Produktionsabläufe heute in für uns nicht mehr durchdringbaren Prozessen.

Haben die Dinge in der Art ihrer Produktion, ihres Tauschs und ihrer Verwendung nicht schon lange die Kontrolle über unsere Art zu Leben übernommen? Haben diese, weitgehend unbemerkt in den oft sehr undurchsichtigen Mechanismen wirtschaftsgesellschaftlicher Praktiken bereits die Herrschaft über unser Handeln und damit auch Denken übernommen?

Der erste Teil der Diplomarbeit umfasst die Geschichte der Herstellung von Produkten, ihres Konsums und der Art und Weise, wie sich die Wahrnehmung der Dinge über die Zeit verändert hat. Es werden das Abhängigkeitsverhältnis und die Wechselwirkungen zwischen uns und diesen Objekten beleuchtet und die Änderung der Produktionsweisen mit den einhergehenden Änderungen der Waren und des Konsumverhaltens analysiert. Die im zweiten Teil in einem praktischen Auseinandersetzen, einem Machen, entwickelte Methodologie soll dabei helfen, einen neuen Zugang zu den uns umgebenden Dingen zu erschließen. Einige Vertreter der Neuen Aufständischen sowie ihr Weg dahin werden im Anschluss vorgestellt.

Ziel der Arbeit ist einerseits einen neuen Zugang zum Produzieren und Konsumieren zu finden, welcher nicht im immer wiederkehrenden Kauf von noch nachhaltiger und umweltschonender erzeugten Produkten liegt, sondern in einer immer wiederkehrenden Neukonfiguration aus den Teilen der nicht mehr gewünschten: dem Metabolismus der Dinge. Das eigene Einbringen, wie zum Beispiel im Erkennen von nicht mehr Gewolltem, Kaputtem und gesellschaftlich definiertem Müll (vgl. M.Thompson, Mülltheorie) als Grundlage zur Schaffung von Neuem, als Möglichkeit einer Emanzipation des Individuums gegenüber einer immer verführenderen, größeren und abstrakteren Warenindustrie und als Möglichkeit der Emanzipation der Kreativität und Intuition einer zum Handwerk wieder ermutigten Gemeinschaft gegen ein generiertes und gesteuertes Konsumverhalten.

 

2013-2014 der Auf -sTand der Dinge – Diplomarbeit der Architektur am Institut für künstlerische Gestaltung der TU-Wien

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