PRESENT PEOPLE

 

PRESENT PEOPLE greift nach dem Einsatzmoment von Gesellschaft

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PP_Doku Jakob Tillmann-0686
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PP_Doku Jakob Tillmann-0759
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PP_Doku _Thomas-0806
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Ideale westlicher Moderne internationaler Star-Architektur und Stadtplanung manifestieren sich zur Interbau 57 im Berliner Hansaviertel – einer Stadt von morgen. Mit seinen charakteristischen Wohnhochhäusern die für sich wie Stadtbezirke inmitten einer offenen Landschaft stehen sucht die Nachbarschaft ihre Mitte. Die Intervention PRESENT PEOPLE interpretiert im Sommer 2015 installativ und performativ was den öffentlichen Raum in einer Stadt von heute ausmacht – denn öffentlicher Raum entsteht erst im Gebrauch.

Ein leeres Wasserbecken am Hansaplatz wird für PRESENT PEOPLE  zum Ausgangspunkt den öffentlichen Raum als den Raum der Bürger und der Stadtbewohner zu reklamieren: Alle, Anwohner und Bewohner der Stadt, seien sie Stadtbürger oder Gäste, Touristen, Flüchtige oder Gastgeber, haben das Recht, diesen Ort als den ihren anzusehen, ihn selbstbestimmt zu nutzen und sich und ihn zu verändern. Die Stadt gehört allen!

Das  Wasserbecken wird zum Dorfbrunnen in umgekehrter Richtung. Zehn Künstlerinnen und Künstler gehen mit 600 Eimern von Tür zu Tür und tragen Wassereimer  aus den privaten Wohnungen hinaus in den öffentlichen Raum. Eimer für Eimer versammeln sich, füllen aufgereiht, teils voll, teils leer das leere Becken mit ihren transparenten Körpern vollständig aus. Die scheinbare Ordnung der Installation thematisiert die Ambivalenz mit hohem Anspruch gestalteter, doch verwaister öffentlicher Räume. Sie wird durchbrochen mit einer Performance am Folgetag. Theresa Schütz steigt ins Becken, macht mit blauer Farbe ungleiche Wasserstände sichtbar, gießt Wasser aus vollen Eimern in weniger volle, während Felix Lüdicke zum Wasser-Nachfüllen animiert. Wo Positionen und Grenzen der Eimer unveränderlich bleiben, gleichen sich Füllstände und Farben an.

PRESENT PEOPLE verleiht dem Ort mit einer sozialen Plastik temporäre Handlung und Gestalt. Das performative Handeln interpretiert das Politische des öffentlichen Raums als Gemengelage sich wechselseitig bedingender, ermöglichender und ausschließender Praktiken, die im ständigen Bedürfnis Gleichheit zu schaffen als Ausgestalten ungleicher Verhältnisse erscheinen.

Present People, Time- lapse
Present People, Time- lapse

PRESENT PEOPLE, Kunst im öffentlichen Raum, Kooperation von Theresa Schütz und Felix Lüdicke. Im Rahmen des Stipendiums des JUNGEN AKADEMIE und mit freundlicher Unterstützung der AKADEMIE der Künste, Berlin

Mitwirkende: Dominique Autschbach, Sebastian Bührig, Sebastian Gräfe, Matthias Kranebitter, Thomas Ladenburger, Korbinian Lechner, Caitlin van der Maas, Asli Özarslan, Iver Ohm

 

LINK: In der Ausstellung DEMO:POLIS (11.3.-29.5.2016, Akademie der Künste Berlin) wird PRESENT PEOPLE plastisch, akustisch, fotographisch und filmisch aus verschiedenen Blickwinkeln nachvollziehbar.

URBANE ENT-FÜHRUNGEN aus der Ausstellung zu den BRUNNENSPIELEN am Hansaplatz laden das Ausstellungspublikum ein bei der kollektiven Wiederaneignung durch Kunst-, und Kulturschaffende, lokale Institutionen und Nachbarschaft dabei zu sein.