ur6anize – do it together!

Raumprogramm und Festivalarchitektur für urbanize 2015  internationales Festival für urbane Erkundungen

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Solid Cooking – als Gestaltungskonzept für ur6anize 2015 in der ehemaligen Finanzlandesdirektion in Kooperation mit der BIG – Bundesimmobiliengesellschaft und der Universität für angewandte Kunst.

Nach der Finalisierung des Raumprogramms und der Vor-Ort Besichtigung für die TeilnehmerInnen und kurz vor Beginn der der Arbeiten vor Ort ändert sich Mitte September über Nacht der Kontext, in dem das Festival stattfindet. Die Realität holt das diesjährige Thema – do it together-  ein. Aufgrund der zunehmenden Flüchtlingszahlen wird das Gebäude zur Not-Unterkunft für Menschen aus den Krisengebieten dieser Welt die nun neben und über den Festivalräumen einen Zufluchtsort finden. Es stellt sich die Frage ob man hier überhaupt ein Festival veranstalten kann und soll. Nach einer Besprechung mit dem Roten Kreuz lautet die Antwort darauf eindeutig „Ja“. Die bisherige Planung wird über den Haufen, das Raumprogramm und die Gestaltungsziele der neuen Situation angepasst um auch langfristiger die Aufenthaltsqualität des zuvor leerstehenden Gebäudes zu verbessern. Das erfordert ein Miteinander.

Solid cooking – Dinge gemeinsam in die Hand nehmen – will nicht A und/oder B Gestalt geben, sondern das UND und SOWOHL ALS AUCH zum Vorschein bringen. Zusammen-Arbeiten als Arbeitshypothese wird zum Gestaltungskonzept: zur relationalen Aktions-Form – die mit unfertigen Gebrauchsgegenständen das Zusammenhelfen fördert; die mit Zwischenräumen und Zwitterdingen provoziert, sich mit anderen über weder noch auszutauschen; die scheinbar Wertlosem neue Nutzung verleiht die beiträgt, die Aufenthaltsqualität für die Menschen im Gebäude auch über das Festival hinaus zu verbessern.

In der offenen Werkstatt unterstützen wir vor und während des Festivals auch die TeilnehmerInnen des Cooperative Playground Lab beim Bau von Spielräumen für Kinder und dringend benötigten Aufenthaltsbereichen, bauen gemeinsam Möbel und verwandeln Innenhöfe in Freiräume.

Die Kooperation mit der Caritas und der MA48 ermöglicht den Zugang zu Holz und Metallteilen nicht mehr wiederverkaufbarer oder bereits entsorgter Dinge. Diese durch Aussortieren und Zerlegen dekontextualisierten Einzelteile finden sich in der offenen Werkstatt zusammen, werden so zu Einzelteilen des Materialhaufens und gleichzeitig zu Möglichkeiten und Werkzeugen für Neues. Dieser Materialhaufen einerseits als auch der Mangel an wirklich genau passenden Teilen andererseits erfordern ein gleichwertiges Gegenüberstellen des Ziels und seiner Ermöglicher in einem iterativen und veränderlichen Prozess in dem die Dinge und das Ziel in gegenseitiger Abhängigkeit stehen, in dem die Dinge ihr Ziel werden. Statt immer nur nach dem jeweils passenden Objekt für eine spezielle Anforderung in einer konkreten Umsetzung zu suchen beginnt man das Verfügbare nicht nur als Material für die Umsetzung sondern als Quelle, Wegweiser und Inspiration für Ideen und andere Lösungsansätze zu begreifen und damit Alternativen und neue Zugänge zu entwickeln.
Die offene Werkstatt läd alle ein, an diesem Prozess teilzuhaben, einander kennenzulernen und sich auszutauschen  – do it together – !

 

2-10 – 11-10-2015 ur6anize – DO IT THOGETHER -
 internationales Festival für urbane Erkundungen, Wien.

LINK: urbanize