VZ7 – do it together!

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Nicht alle Festivals sind Sternschnuppenprojekte. ur6anize! – das dérive Festival für urbane Erkundungen, deren Festivalzentrale Theresa Schütz und Rainer Steurer künstlerisch gestaltet und handwerklich betreut haben, macht sein Motto – Do it together! – lebendig und die offene Werkstatt von unos | umding + ortsam schlägt Wurzeln: Ausgehend von fruchtenden Zusammenarbeiten mit Elisabeth Haid, Stefan Trimmel und Dieter Lang und Studierenden einer Lehrveranstaltung des Kunst und Gestalten 1 Instituts der Technischen Universität Wien – Fakultät für Architektur und Raumplanung werden schon während des Urbanize-Festivals erste Netze geknüpft, Ideen und Pläne geschmiedet. Das gleichzeitig als Festivalzentrale und Notschlafstelle für Flüchtlinge zwischengenutzte ehemalige Finanzamtsgebäude VZ7 – Vordere Zollamtsstrasse 7 soll langfristige raumgreifende Veränderungen und Verbesserungen erhalten – sofort, selbstinitiativ und mit dem was da ist, wird für eine Umstrukturierung des ehemaligen Finanzamtsgebäudes Universitäten-, Disziplinen- und Hilfsorganisations- übergreifend Hand angelegt.

Die Notschlafstelle wurde nämlich mittlerweile zu einem Asylwerberquartier für 850 Menschen. Kaum vorhandene soziale Infrastrukturen kennzeichnen die Atmosphäre im Haus: Bierbänke, Dunkelheit, Einsamkeit und Eintönigkeit bestimmen den Alltag. Das Studierendenprojekt Displaced – Space for Change der Technischen Universität Wien übernimmt die offene Werkstatt und das Materiallager von unos. Wir bieten den Studierenden  Know-How und  Mitarbeit an und setzen uns für die Einrichtung eines Cafés anstelle der Festivalbar und einen besonderen Ort ein, der als interner Gemeinschaftsraum und kommunikative Drehscheibe auch nach aussen wirksam werden kann.

In enger Zusammenarbeit mit Studierenden, dem Roten Kreuz und Freiwilligen werden durch kleine schnelle Eingriffe nackte Räume möbliert und ein wenig mehr an Orientierung und Aufenthaltsqualität geschaffen. Alle für die Sozialbereiche des Urbanize-Festivals gebauten Objekte stellen unos daher zur Verfügung um sie im Flüchtlingsquartier weiterzuverwenden, sei es so wie sie sind, oder als Bau-Material. Eine Bar wird zur Wohnküche umgebaut, der Getränke-Kühlschrank wird ersetzt durch einen Samowar, es kann nun heisser Tee und Kaffee ausgeschenkt werden, Arbeitstische und Werktische weichen und stattdessen gruppieren sich um ein Podest niedrige Bänke und Beistelltische und laden ein sich auszubreiten. Die dichte Hofmöblierung wird entfernt, Platz zum Austoben und ein Basketballkorb bleiben. Mit der Initiierung und Errichtung eines Cafés sollen sich die Menschen im Flüchtlingsquartier VZ7 in ihrer Mitte einen offenen Ort aneignen können, in dem sich niemand als Flüchtling angesprochen und quantifiziert fühlen muss, sondern sich verschiedene  Menschen treffen und begegnen können.

Das Café ist eröffnet. Es kann weitergehen.

LINK: DISPLACED – Space for Change